walsafari andenes

Walsafari Andenes

Walsafari Andenes – Der perfekte Ort um Wale in Norwegen zu beobachten! Bei einer Rundreise durch Nord Norwegen ist eine Whale Watching Tour natürlich ein Muss. Beste Bedingungen hierfür bietet der Ort Andenes, ganz im Norden der Vesterålen. Die Andenes Whale Watching Anbieter sprechen für ihre Walsafaris sogar eine Wal-Garantie aus. Obwohl wir auch schon an anderen Orten, wie den Kanarischen Inseln, Walsafaris unternommen hatten, wollten wir hier die günstigen Bedingungen nutzen, um auch einmal die riesigen Pottwale zu sehen. Denn Andenes in Norwegen ist gerade im Sommer dafür bekannt, dass Pottwale eigentlich bei jeder Ausfahrt gesichtet werden.

Warum Andenes vielleicht der beste Ort in Europa ist um Wale zu beobachten

Pottwale leben praktisch das ganze Jahr über im Andfjord vor Andenes. Allein dadurch ist die Wahrscheinlichkeit zur Sichtung der Wale sehr hoch. Daneben sind die geografischen Voraussetzungen von Andenes in Nord Norwegen ideal. Denn der Ort befindet sich nahe des Kontinentalschelfs. Das ist eine steile Senke, die auf über 1.000 Meter am Meeresboden abfällt. Die Gewässer sind dort besonders reich an Nährstoffen und Sauerstoff. Für Pottwale ist damit nicht nur ausreichend Nahrung in der Umgebung vorhanden, sondern auch die Jagdbedingungen in den Tiefen sind optimal.

Die beste Zeit für Andenes Whale Watching

Grundsätzlich sind aufgrund der geografischen Bedingungen das ganze Jahr über Walsichtungen gut möglich. Während im Sommer Pottwale dominieren, kommen in den Wintermonaten jedoch noch einmal eine größere Anzahl unterschiedlicher Walarten in den Gewässern um Andenes vor. Folgende Walarten sind im Winter rund um Andøya zu sichten:

  • Buckelwale
  • Finnwale
  • Grindwale
  • Orcas
  • Pottwale
  • Schweinswale
  • Weißschnauzendelfine
  • Weißseitendelfine
  • Zwergwale

Wer unbedingt Orcas sehen möchte, reist am besten in den Wintermonaten an. Dann sind die Orcas in den Fjorden gut zu beobachten.

Andenes Norwegen
Andenes Norwegen

Vorbereitung Andenes Whale Watching

Unsere bisherigen Erfahrungen beim Whale Watching sind recht gemischt. Einerseits haben wir stets Wale gesehen, aber andererseits hatten wir auch immer mit Übelkeit zu kämpfen. Bei unserer Planung unserer Aktivitäten auf der Norwegen Rundreise hatten wir uns dementsprechend vorab über Erfahrungsberichte für die Andenes Walsafari im Internet informiert. In mehreren Foren konnten wir über schweren Seegang und Massenübelkeit lesen. Allein beim Lesen ist uns schon die Lust ans Whale Watching vergangen. Allerdings waren wir wild entschlossen uns der Herausforderung zu stellen und alles zu unternehmen, damit wir die Walsafari so gut wie möglich durchstehen.

Maßnahmen gegen Übelkeit an Bord bei der Walsafari Andenes

Wir sind noch vor Abreise nach Nord Norwegen in die Apotheke gegangen und haben den Apotheker ausgefragt. Zu unserem großen Glück ist der Apotheker selbst häufig in Norwegen auf Booten unterwegs und konnte uns zahlreiche Tipps geben.
Gegen die Übelkeit an Bord empfahl uns der Apotheker Magentabletten. Gegen Schwindel gab es spezielle Kaugummis. Darüber hinaus verriet er uns, dass wir bei schwerem Seegang stets auf den Horizont schauen sollten, um nicht Seekrank zu werden. Darüber hinaus empfahl er uns, dass wir die gesamte Bootsfahrt im Stehen verbringen sollten und die Bewegungen des Bootes auf den Wellen ausbalancieren müssen. Also wenn das Boot sich nach rechts neigt, dann sollten wir praktisch uns selbst nach links verlagern und umgekehrt. In keinem Fall sollten wir uns hinsetzen oder hinlegen, so seine Empfehlung.

Boot Walsafari Norwegen
Boot Walsafari Norwegen

Anreise Andenes Norwegen

Unsere Walsafari in Andenes war sogleich unser Abschied von den Lofoten. Andenes selbst liegt nicht mehr auf den Lofoten, sondern gehört bereits zur Inselgruppe der Vesterålen. Von Svolvaer bis nach Andenes sind es 184 Kilometer. Da wir mittlerweile gelernt hatten, dass üblicherweise die Fahrten deutlich länger dauern, als von Google Maps berechnet, haben wir fünf Stunden Fahrzeit eingeplant. Dementsprechend sind wir bereits morgens um 8.30 Uhr losgefahren. Unser Whale Watching war für 16.00 Uhr gebucht. Allerdings sollten wir bereits um 14.45 Uhr vor Ort sein, für den Check-in im Walzentrum. Im Anschluss war der obligatorische Museumsbesuch geplant. Dieser sollte eine Stunde und 15 Minuten dauern. Zu unserer Überraschung kamen wir deutlich zu früh in Andenes an und hatten somit noch viel Zeit vor Ort.

Das Walzentrum von Andenes

Im Walzentrum wurde schnell klar, dass wir viel zu früh vor Ort waren. Wir haben dann die Zeit genutzt, um uns ein wenig die Umgebung anzusehen. Im Walzentrum selbst befindet sich noch ein Souvenirgeschäft und zusätzlich ein großes Restaurant mit einer schönen Terrasse. Gegen allen Empfehlungen haben wir dort dann noch Cheeseburger und Pommes gegessen.

Verschiebung Walsafari Andenes?

Nach langem Warten im Walzentrum wurde uns mitgeteilt, dass unser Schiff noch nicht zurück ist und wir vermutlich erst um 18.00 Uhr losfahren können. Das war für uns keine gute Nachricht, denn wir wollten im Anschluss der Walsafari direkt auf die Insel Hinnøya nach Lødingen fahren. Dort war unserer nächster Stopp und unser Hotel. Kurz berechnet, würde diese Verschiebung bedeuten, dass wir erst mitten in der Nacht in Lødingen ankommen würden. Denn die Walsafari war mit etwa vier Stunden geplant und die Autofahrt bis Lødingen würde etwa dreieinhalb Stunden dauern. Da es jedoch im Sommer hier nicht dunkel wird, haben wir zumindest diesbezüglich keine großen Sorgen. Allerdings waren wir ja schon lange unterwegs und würden nach so einer langen Bootsfahrt bestimmt auch müde sein.

In dieser Situation hatten wir plötzlich großes Glück. Im Hafen war gerade ein anderes Boot desselben Walsafari Anbieters kurz vor der Abfahrt. Ein Crewmitglied kam uns entgegen und fragte uns, ob wir mit an Bord wollten, denn es waren nicht alle Passagiere gekommen. Wir haben kurzerhand zugestimmt. Dadurch haben wir dann den geplanten Besuch im Museum zwar verpasst, aber es ging uns bei dieser Aktivität ja eh in erster Linie um ums Whale Watching.

Andenes Whale Watching – Die Fahrt geht los

Wir waren die letzten Passagiere, die jetzt an Bord gingen. Da wir plötzlich die Gelegenheit bekamen noch schnell an Bord zu kommen, waren wir natürlich noch nicht komplett vorbereitet. Das haben wir dann sofort nachgeholt. Obwohl es an Land schön warm und sommerlich war, wussten wir aus unseren Recherchen, dass es auf der Bootsfahrt eher ungemütlich werden kann. Also haben wir sofort unsere Outdoor Kleidung übergezogen. Dann kamen unsere Maßnahmen gegen Übelkeit. Wir haben also die Magentabletten und die Kaugummis gegen Übelkeit genommen. Ein anderes Pärchen an Bord hat das beobachtet und uns gefragt, ob wir ihnen auch ein wenig von unserer Bordapotheke abgeben können. Das haben wir natürlich gerne gemacht.

An Bord waren etwa 80 Passagiere und ungefähr 10 Crewmitglieder. Der Kapitän hat dann beim Auslaufen die Regeln an Bord erläutert. Dabei wurde auch nochmal erklärt, wie man sich auf der Walsafari am besten verhält, um nicht Seekrank zu werden. Die Hinweise waren praktisch die gleichen, die uns unser Apotheker mitgegeben hatte.

  • Auf den Horizont schauen
  • Bootsbewegungen mit den Beinen ausbalancieren
  • Nicht sitzen
  • Nicht liegen
  • Nicht auf das Oberdeck vom Bug gehen (Es sei denn man ist ein echter Seemann / Frau)
  • Und nicht ins Innere des Schiffs gehen. Denn bei Wellengang wird einem im Inneren des Schiffs noch schneller übel, weil man sich auf keinen Fixpunkt konzentrieren kann.

Wale suchen und beobachten auf der Walsafari Andenes

Nach den ersten Instruktionen wurden von der Crew über die Bordlautsprecher viele weitere interessante Informationen über Wale und Andenes erzählt. Währenddessen fuhren wir bereits los in Richtung der Kante des Kontinentalschelfs. Dieser Kontinentalschelf ist im übrigen auch der Grund, warum Andenes für das Whale Watching so gut geeignet ist. Denn hier fällt der Meeresboden auf über 1.000 Meter ab. Dadurch ist das Meer hier besonders Sauerstoffreich und bietet zudem viel Nahrung für Pottwale. Daneben ist die Tiefe auch ideal für Pottwale hier auf Tintenfisch Jagd zu gehen.

Übelkeit an Bord

Der Wellengang wurde schnell intensiver und das Boot begann zu schaukeln. Der überwiegende Teil der Passagiere hielt sich nicht an die Anweisungen zum Thema Übelkeit. Und so kam es wie es kommen musste. Wir schätzen, dass etwa 80 Prozent der Passagiere sich übergeben haben. Egal wo wir hinschauen, einer hat immer gebrochen. Die Bootsbesatzung war darauf vorbereitet. Und so rannten sie zwischen den Passagieren hin und her und verteilten Spuckbeutel und spendeten Trost. Daneben wurde dann auf dem Deck Suppe und Kekse angeboten. Wir hielten uns streng an die Regeln und uns wurde tatsächlich zum ersten Mal nicht schlecht. Insbesondere das Ausbalancieren war aus unserer Sicht der beste Tipp. Damit verhindert man, dass der Magen wie eine Waschmaschine im Schleudergang sich bewegt. Allein das war für uns ein großes Erfolgserlebnis.

Whale Watching Andenes Pottwal
Whale Watching Andenes Pottwal

Walsichtungen vor Andenes

Es dauerte fast drei Stunden bis wir den ersten Wal gesehen hatten. Auf der Suche hatte die Bootsbesatzung stets zur Ortung der Wale nach Geräuschen unter Wasser Ausschau gehalten und dann Anweisungen zur Richtung gegeben. Und dann plötzlich sehen wir rechts am Boot in einiger Entfernung den Blasstrahl eines Pottwals. Jetzt haben wir endlich Wale gefunden. Alle Übelkeit an Bord ist sofort vergessen und jeder fängt an Fotos zu schießen. Dann erscheint ein weiterer Pottwal nahe am Boot. Der Höhepunkt ist dann das Abtauchen der Wale. Das ist der Moment, wenn die riesige Schwanzflosse vor dem Abtauchen majestätisch im Meer verschwindet.

Fazit Walsafari Andenes

Wer auf seiner Bucket List das Thema Whale Watching zu stehen hat, findet in Andenes den perfekten Ort um dies von der Bucketlist zu streichen. Für uns war die Walsafari ein großes Abenteuer. Allerdings dauerte die Bootsfahrt über fünf Stunden, da wir lange brauchten, um die Wale zu orten. Da wir fünf Stunden lang auch die Bootsbewegungen ausbalancierten, war das gleichzeitig ein echtes Fitnessprogramm, dass insbesondere unsere Oberschenkel beansprucht hatte. Alles in allem war das wirklich ein kleines Abenteuer. Genießen kann man das nur, wenn man alle Maßnahmen gegen Übelkeit an Bord einhält oder mit starkem Seegang kein Problem hat. Das haben allerdings die wenigsten!

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